Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Trump: Iran und USA haben sich geeinigt, Vertragsschluss dieses Wochenende

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Trump: Iran und USA haben sich geeinigt, Vertragsschluss dieses WochenendeQuelle: Gettyimages.ru © Samuel Corum/Getty Images
  • 11.06.2026 21:43 Uhr

    21:43 Uhr

    Trump: Iran und USA haben sich geeinigt ‒ Vertrag wird am Wochenende unterzeichnet

    US-Präsident Donald Trump hat während einer Ansprache an die Presse im Weißen Haus am Donnerstag erklärt, dass sich die USA und Iran auf ein Ende des Krieges zwischen ihnen verständigt hätten. Die Unterschrift unter den ausgehandelten Vertrag könnte am kommenden Wochenende erfolgen. 

    Er werde sich durch Vizepräsident JD Vance bei dem Abschluss des Vertrages vertreten lassen, so Trump.

  • 20:19 Uhr

    Trump sagt Luftangriffe auf Iran vorerst wieder ab

    US-Präsident Donald Trump hat auf Truth Social mitgeteilt, dass er die für den heutigen Abend geplanten Luftangriffe auf Iran abgesagt habe.

    "Da die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Ebene der iranischen Führung gehoben wurden und von dieser gebilligt worden sind, habe ich als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die für heute Abend geplanten Angriffe und Bombardements auf Iran abgesagt", schrieb er auf Truth Social.

    Der Präsident fügte hinzu, dass die USA die Seeblockade gegen Iran aufrechterhalten werden, bis eine Einigung mit Teheran erzielt ist. Ort und Zeitpunkt der Unterzeichnung wolle er in Kürze bekanntgeben.

    "Die endgültigen Bestimmungen wurden in ihren Grundzügen und im Detail von allen beteiligten Parteien vereinbart, darunter die USA, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere Länder", schrieb Trump.

  • 20:03 Uhr

    Eskalation am Golf: USA attackieren iranische Ziele und Öltanker

    Die USA setzen ihre Angriffe auf den Iran fort. Präsident Donald Trump drohte mit weiteren schweren Schlägen und kündigte an, die Insel Charg sowie zentrale Teile der iranischen Öl- und Gasinfrastruktur unter US-Kontrolle bringen zu wollen.

    Laut US-Zentralkommando wurden Tomahawk-Marschflugkörper und Präzisionswaffen gegen iranische Ziele eingesetzt; zudem griff ein US-Kampfflugzeug den Maschinenraum des Öltankers Sete Bello im Golf von Oman an, wobei drei indische Seeleute getötet wurden.

    Der indische Verteidigungsexperte Rohit Dev, der im Video als Gast zu Wort kommt, verurteilte den Angriff als völkerrechtswidrige und hegemoniale Aktion auf Basis bloßer Verdächtigungen.

    Zugleich sorgten Aussagen Trumps über eine angebliche geheime US-Operation zum Abtransport von Millionen Barrel Öl aus der Region für Widersprüche, da selbst der US-Energieminister erklärte, darüber nicht informiert zu sein.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:12 Uhr

    Iran meldet Raketenangriffe auf "US-Stützpunkte in der Region"

    Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben mehrere Raketenangriffe auf US-Militärziele im Nahen Osten durchgeführt. Ziel seien unter anderem Luftwaffenstützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain gewesen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf jüngste US-Luftschläge gegen iranische Ziele.

    Die IRGC erklärte, dass sie im Namen der im Konflikt getöteten iranischen Kommandeure handle. Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen Raketen mit Bildern gefallener Kommandeure und Zitate des Revolutionsführers Ajatollah Chamenei.

    Kuwait, Bahrain und Jordanien teilten mit, mehrere iranische Raketen über ihrem Luftraum abgefangen zu haben. Die gegenseitigen Angriffe verschärfen die Spannungen zwischen Washington und Teheran weiter, während parallel diplomatische Bemühungen zur Eindämmung der Krise fortgesetzt werden.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 17:36 Uhr

    Golf von Oman: USA greifen dritten Tanker innerhalb weniger Tage an

    Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen weiteren Öltanker im Golf von Oman angegriffen. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) erklärte, das Schiff habe versucht, gegen die von Washington verhängte Blockade iranischer Häfen zu verstoßen. Daraufhin seien zwei Hellfire-Raketen auf den Maschinenraum des Tankers abgefeuert worden.

    Nach Darstellung der USA handelt es sich bereits um den dritten Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage. Washington begründet die Einsätze mit dem Ziel, den Druck auf Teheran zu erhöhen und eine Wiederöffnung der Straße von Hormus zu erreichen. Eine unabhängige Bestätigung der US-Angaben liegt bislang nicht vor.

    Für zusätzliche Kritik sorgte ein früherer US-Angriff auf den unter der Flagge Palaus fahrenden Tanker Settebello, bei dem drei indische Seeleute ums Leben kamen. Indien protestierte daraufhin offiziell bei den Vereinigten Staaten.

    Das iranische Außenministerium erklärte unterdessen, die jüngsten US-Angriffe hätten bestehende Waffenstillstandsvereinbarungen faktisch bedeutungslos gemacht.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:15 Uhr

    Schiffe umgehen Straße von Hormus über riskante Route nahe Oman

    Eine wachsende Zahl von Schiffen umgeht die Straße von Hormus über eine riskante Route nahe der Küste Omans, vor der Schifffahrtsexperten wegen eines erhöhten Kollisionsrisikos warnen.

    Demnach passieren rund 15 Schiffe pro Tag die Meerenge auf dieser omanischen Route in beide Richtungen, darunter überwiegend Öltanker. Die Passage werde nach Angaben von zwei mit den Vorgängen vertrauten Personen gegenüber der Financial Times durch US-Luftschutz abgesichert. Zwei weitere bestätigten die Nutzung der Route mit US-Unterstützung.

    US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social, er habe "im vergangenen Monat das US-Militär angewiesen, eine geheime Mission durchzuführen, um Öltanker und andere Handelsschiffe bei ihrer Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu unterstützen."

    Dadurch hätten rund 200 Handelsschiffe die Meerenge passieren können, und etwa 100 Millionen Barrel Rohöl seien infolgedessen auf die Weltmärkte gelangt.

    Dennoch blieben Öltransportfirmen angesichts der Risiken dieser Passage nervös. "Es ist eine sehr enge Wasserstraße, und es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten. Deshalb sind wir besorgt über die navigatorischen Folgen des Schiffsverkehrs", sagte John Stawpert, Schifffahrtsdirektor bei der International Chamber of Shipping.

    Die teilweise Blockade der Straße von Hormus habe rund 12 Millionen Barrel Öl pro Tag vom Markt genommen – das entspricht etwa sechs Supertankern täglich. Die Beratungsfirma Energy Aspects schätzt, dass derzeit vor allem Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate etwa 3 Millionen Barrel Rohöl pro Tag durch die Meerenge verschiffen.

    Die USA haben vor rund zwei Wochen erstmals damit begonnen, ein System zur Bereitstellung von Luftschutz für Schiffe einzurichten, die die Straße von Hormus über die omanische Route passieren wollen, wie drei mit den Vorgängen vertraute Personen berichten.

    Schiffe, die die Wasserstraße durchqueren wollen, müssten demnach beim US-Zentralkommando (CENTCOM) eine Genehmigung einholen. Dieses übermittele dann die Koordinaten der omanischen Route und gebe Anweisungen, die GPS-Signale sowie sämtliche elektronischen Systeme an Bord auszuschalten. Zudem werde empfohlen, die Passage im Schutz der Dunkelheit durchzuführen, sagten zwei der Personen.

    Die Route, die entlang der felsigen Küste Omans verläuft, ist an manchen Stellen nur etwa 800 Meter breit und stellt damit eine navigatorische Herausforderung für große Schiffe dar. Nach Angaben eines Beamten sei dort Zweirichtungsverkehr erlaubt gewesen; die USA hätten die Schiffe angewiesen, die breiteren Passagen zu nutzen.

    Ein an den Operationen beteiligter US-Apache-Hubschrauber sei am Montag von einer iranischen Drohne getroffen worden, wie US-Beamte mitteilten. Der Angriff habe am Mittwoch eine Reihe von US-Gegenschlägen ausgelöst.

  • 14:45 Uhr

    Trump kündigt neue Angriffe auf Iran an und droht mit Kontrolle über Ölindustrie

    US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social weitere massive Angriffe auf Iran angekündigt.

    "Die Vereinigten Staaten werden Iran heute Nacht SEHR HART treffen", schrieb Trump. Die iranische Marine, Luftwaffe, Radaranlagen, Luftabwehrsysteme und "nahezu sämtliche offensiven Fähigkeiten" seien bereits ausgeschaltet.

    Zugleich kündigte Trump an, die USA würden "in nicht allzu ferner Zukunft" die Kontrolle über die iranische Insel Kharg sowie weitere Einrichtungen der Ölindustrie übernehmen.

    "Wir werden die totale Kontrolle über ihre Öl- und Gasmärkte übernehmen – ähnlich wie in Venezuela, was sich sowohl für Venezuela als auch für die Vereinigten Staaten hervorragend entwickelt hat", schrieb Trump.

    Die Äußerungen markieren eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Teheran. Die strategisch wichtige Insel Kharg gilt als das Zentrum der iranischen Ölexporte; über sie werden rund 90 Prozent der iranischen Rohölausfuhren abgewickelt.

  • 13:15 Uhr

    Nach IRGC-Ankündigung: Schiffsverkehr in Hormus kommt zum Erliegen

    Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus sei inzwischen auf "komplett null" gesunken, nachdem die Marine der Revolutionsgarde (IRGC) nach US-Angriffen eine vollständige Sperrung der Meerenge angekündigt habe. Satellitenbilder bestätigten laut der Nachrichtenagentur Tasnim, dass kein einziges Schiff die Passage nutze.

    Das iranische Militär hatte am frühen Morgen die Straße von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.

  • 13:00 Uhr

    Iran soll US-Aufklärungsflugzeuge und Kampfjet-Standorte angegriffen haben

    Eine informierte militärische Quelle hat der Nachrichtenagentur Fars News neue Details über eine komplexe iranische Aufklärungs- und Operationstätigkeit vor den Angriffen am Donnerstagmorgen auf mehrere US-Militärbasen in der Region mitgeteilt.

    Demnach sollen die Angriffe erhebliche Schäden an hochwertiger US-Militärausrüstung verursacht haben.

    Die Quelle erklärte, iranische Kräfte hätten zwei US-Navy-Aufklärungsflugzeuge vom Typ P-8 seit ihrem Start kontinuierlich verfolgt. Eines sei demnach von der US-Basis Diego Garcia im zentralen Indischen Ozean gestartet, das andere von einer US-Basis in Westeuropa in Richtung südlicher Persischer Golf geflogen. Auf Basis der während der Operation gewonnenen Informationen habe Iran die Standorte der Flugzeuge auf den Basen Sheikh Isa in Bahrain und Ali Al Salem in Kuwait mit präzisionsgelenkten Waffen ins Visier genommen.

    Eine weitere Quelle gab an, iranische Aufklärungs- und Überwachungseinheiten hätten zudem bis kurz vor den Raketenstarts die Verlegung von mindestens drei US-Kampfjets vom Typ F-35 in einem Hangar auf dem Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien beobachtet. Anschließend habe Iran genau diesen Hangar mit Langstrecken-Feststoffraketen getroffen.

  • 12:30 Uhr

    Iran und USA intensivieren Gespräche trotz Eskalation

    Die Bemühungen um eine vorläufige Einigung zwischen Iran und den USA haben sich laut drei iranischen Quellen und einem europäischen Beamten am Donnerstag intensiviert – trotz der von beiden Seiten durchgeführten Angriffe. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

    Demnach diskutieren beide Seiten weiterhin über einen Mechanismus zur Freigabe eingefrorener iranischer Gelder. Gleichzeitig tauschen Iran und die USA weiterhin Botschaften über Details eines möglichen Memorandum of Understanding aus, obwohl die militärische Konfrontation zwischen Teheran und Washington andauert.

    Die iranischen Quellen erklärten, es sei bereits ein politisches Grundverständnis erzielt worden, jedoch müssten noch einige Punkte im Detail geklärt werden. Dazu gehöre ein Mechanismus zur Freigabe von Dutzenden Milliarden Dollar an iranischen Öleinnahmen, die bei ausländischen Banken eingefroren sind.

    Iran fordere demnach die Freigabe von 6 bis 12 Milliarden Dollar seiner blockierten Mittel in Richtung Teheran, während Washington eine gestaffelte Freigabe der Gelder für humanitäre Güter anstrebe und eine vollständige Rückführung der Mittel an Iran ablehne, sagte eine der Quellen.

    Laut den iranischen Informanten liege die Priorität der Führung nicht auf einer umfassenden Einigung, sondern auf einem Rahmenabkommen, das Teheran einen minimalen Handlungsspielraum verschaffen könne – durch die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und ein Ende der Kampfhandlungen.

    Die Behauptung, dass ein endgültiger Text für eine Verständigung zwischen Iran und den USA erreicht worden sei, ist eine erfundene Nachricht.

    Nach Informationen eines Journalisten der Nachrichtenagentur Tasnim als erste Reaktion auf eine Reuters-Meldung seien Medienberichte über das Erreichen eines endgültigen Verständigungstextes zwischen Iran und den USA reine Spekulation und entsprächen nicht der Wahrheit.

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